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Schlagwort-Archive: Kastration

Hallo,

am Freitag hatte ich ja Narkose – habe ich Euch ja hier schon Bescheid gesagt. Das war aber was. Amanda hat mich hingebracht und ich bin der erste und einzige Hund, bei dem es bei einer Kastration Komplikationen gab – sagt Frau Doktor. Und die ist schon lange Frau Doktor. Ich habe zu wenig Blutgerinnung und ich musste gleich nach meiner Narkose nochmal eine Narkose bekommen weil ich nicht aufgehört habe zu bluten. Ich bin zwar eingeschlafen aber es waren zwei Frau Doktoren, die mich dann wieder repariert haben. Und weil ich sowas Besonderes bin, musste ich mit Frau Doktor abends nach Hause gehen und ich durfte sogar in ihrem Bett schlafen – AUF DEM KISSEN. Das darf ich zu Hause nicht, aber die Freiheit habe ich mir mal rausgenommen. Frau Doktor hat sich super um mich gekümmert – die ganze Nacht und auch gegessen habe ich mit Frau Doktor zusammen. Ich habe keine Angst mehr vor Frau Doktor.

Samstag früh haben mich meine beiden dann abgeholt, obwohl Frau Doktor gesagt hat, dass ich ruhig länger bei ihr bleiben kann. Ich kann noch nicht so richtig laufen, weil ich mir lieber meine Wunde schlecken möchte, dafür halte ich alle zwei Meter an und versuche es. Frau Doktor hat mir dagegen wieder so einen Trichter verpasst. (Sowas hatte ich ja schon mal)
Ich habe vielleicht die Schnauze voll und die Faxen dicke und auch son Hals weil ich nicht rankomme. Peggy hat mir so ein Comfy Collar zum aufpusten geschenkt weil sie wusste, dass ich den Trichter nicht so lieb habe. Aber weil ich ja so ein Akrobat bin, komme ich mit dem Comfy Collar trotzdem an die Wunde. Jetzt habe ich wieder meinen Trichter auf und das hab ich jetzt davon. Tolle Wurst. Appropos Wurst: Was aber ganz gut ist, ist, dass ich jetzt jeden Tag Würstchen zu essen bekomme und ganz viel Aufmerksamkeit.
Heute war ich nochmal bei Frau Doktor, weil sie mich gerne treffen wollte und mein Verband ist ab und sie hat mich untenrum mit Aluminiumstray eingesprüht. Mein Pullermann sieht ein bisschen aus wie eine Discokugel jetzt.
In einer Woche werden Fäden gezogen und dann bin ich wieder back in da hood, Mädels!

Tschüß,
Turbo

Cockerpoo-cone

cockerpoo kastration

…und die Mädels mögen mich. Das weiss ich – zum Beispiel von Frieda und Betty. Aber ich muss heute trotzdem eine wichtige Sache ansprechen. Ich habe nämlich einen Termin beim Arzt. Eigentlich geht’s mir ja gut – aber meine beiden vermuten, dass es mir vielleicht sogar zu gut geht. Und ich habe ja auch schon gesagt, dass ich mich in letzter Zeit oft daneben benommen habe und mich total aufspiele und mich in gefährliche Situationen manövriere. Ich übernehme als einziger Mann natürlich viel Verantwortung für meine beiden und für mein Revier. Andere Rüden in meinem Revier muss ich verjagen oder zumindestens zeigen, wer hier der Sheriff ist (ich). Und manchmal irre ich mich auch und der andere ist stärker. Und wenn ein Mädchen in der Nähe ist, will ich da hin und ich bekomme Liebeskummer, weil ich das nie darf und ich keine Freundin haben darf und hier in Berlin ist immer ein tolles Mädchen in der Nähe und ich habe sehr oft diesen Liebeskummer besonders im Frühling und im Herbst. Naja, ich weiss ja auch, dass es zum Thema Kastration viele Argumente dafür und dagegen gibt – aber das möchte ich gar nicht diskutieren.

Ich habe jedenfalls den Termin weil ich drei Punkte nicht mehr haben soll:

1. Stress und Frust wegen Liebeskummer (viele Mädchen in Berlin)
2. mein manchmal assoziales Verhalten gegenüber anderen Jungs (viele Jungs in Berlin)
3. 
Vorbeugung von Jungskrankheiten wie Prostataweh und Tumor

Wenn ich wieder aus dem Hundekrankenhaus komme, brauche ich auch einen Bildungstermin für Erziehung. Das kann ich dann auch richtig studieren und ein Praktikum machen und so. 

Tschüß,
Turbo.

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